Architekturwettbewerb entschieden!
Zuletzt aktualisiert (Mittwoch, 07. Januar 2009) von Carina Bradl
Der WU-Campus nimmt Form an. Nachdem im Dezember der Architekturwettbewerb entschieden wurde, können sich nun auch WU-Studierende über den neuen Campus ein Bild machen.
Nach der im Mai 2008 präsentierten Generalplanung für den neuen Campus der Wirtschaftsuniversität Wien verkündeten WU und Bundesimmobiliengesellschaft gemeinsam mit Bundesminister Johannes Hahn und Stadtrat Rudolf Schicker (Stadtentwicklung und Verkehr) die Siegerprojekte des angeschlossenen Architekturwettbewerbs.
Der internationale Architekturwettbewerb für die Neugestaltung der WU wurde parallel für mehrere Gebäudekomplexe durchgeführt. Die Masterplanung von BUSarchitektur legt für den neuen Universitätscampus die Infrastrukturplanung und Freiflächengestaltung fest und teilt das Projekt in mehrere Baufelder ein. Gegenstand des nun beendeten Architekturwettbewerbs waren fünf Gebäudekomplexe, die auf Basis der Masterplanung gestaltet wurden. Mit dem von BUSarchitektur geplanten Hörsaalzentrum inklusive Institutsgebäude entsteht auf dem rund 90.000 m² großen Areal eine architektonische Vielfalt, die rund 102.000 m² Nutzfläche umschließt.

Für den aus sechs Bauteilen bestehenden Campus wurden international anerkannte Spitzenarchitekten gewonnen, die sich in einem Wettbewerb durchsetzen mussten. Das Bibliotheks- und Lernzentrum als Mittelpunkt der neuen Uni (siehe Grafik oben) wird von der irakischen Architektin Zaha Hadid geplant. Das Eingangsgebäude bei der U2-Station Messe wurde vom spanischen Architekten Eduardo Arroyo entworfen und soll die "Executive Academy" der WU (Ausbildung von Führungskräften) beherbergen. Das Gebäude W2, in dem unter anderem Forschung und Verwaltung einziehen werden, stammt aus der Feder des Briten Peter Cook, der schon das spektakuläre Kunsthaus Graz gebaut hat. Der gegenüberliegende W1-Komplex (u. a. Finanz- und Volkswirtschaft) stammt von Carme Pinos (Spanien). Die Departmentgebäude im Osten (O2) wurden von Hitoshi Abe (Japan) bzw. der Österreicherin Laura Spinadel (O1) entworfen. Ihr Büro ist auch für die Anordnung der einzelnen Komplexe verantwortlich.
Start der Arbeiten am Campus zwischen Messezentrum und Prater ist 2009. Im Studienjahr 2012/2013 soll der neue Campus der Wirtschaftsuniversität in Betrieb gehen. Die Kosten betragen 250 Millionen Euro. Was mit der alten WU in der Spittelau passieren wird, ist noch offen. Die Uni Wien hat aber bereits Interesse bekundet.



